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Rohkost braucht keine „Fastfood-Fakes“!

Petra Denk geschrieben von 

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Rotkohlsalat Rotkohlsalat Superfood

Pizza, Hamburger & Co nachzuahmen, hat Rohkost meiner Meinung nach nicht nötig. Bestes Beispiel: Der „Red Salad“ mit „Curried Cashews“: roh und köstlich – mit einem Hauch Bollywood.

 

Dass wir uns da gleich richtig verstehen: Ich habe kein Problem mit Ersatzprodukten. Als ich in unserer Familie die pasteurisierte Kuhmilch durch Reismilch ersetzte, war das ein Quantensprung für die Gesundheit unserer Jüngsten. Ihre Verdauungsbeschwerden gehörten von da an rasch der Vergangenheit an. Auch mit gemahlenen Cashewnüssen lassen sich viele Milchprodukte super ersetzen. Ich hab‘ also prinzipiell nichts gegen gesunde pflanzliche Alternativen.

Aber... und hier kommt ein großes ABER – ich glaube nicht, dass sich jedes beliebige Gericht einfach in eine rohe Variante desselben umwandeln lässt. Das heißt konkret zum Beispiel – bitte keine Rohkostpizza für mich! Dieses kalte Ersatzprodukt mag zwar so aussehen wie Pizza, aber ich bitte Euch: Das schmeckt doch nicht mal entfernt nach dem, was man gemeinhin unter Pizza versteht. Sorry, Rohkostgemeinde..! Oder manche Brotrezepte, die aus klein geschnippeltem Gemüse  und Nüssen zu einem glitschigen Laib geformt werden – ich verstehe gar nicht, wie man überhaupt auf die Idee kommen kann, so etwas als „Brot“ zu bezeichnen!

Dabei hat die Rohkost diese Fake-Geschichten meiner Meinung nach überhaupt nicht nötig! Denn rohe Lebensmittel, also rohes Obst und Gemüse, sind geschmacklich so intensiv und köstlich, eben weil sie nicht gekocht und denaturiert werden, sodass sie ihren natürlichen Eigengeschmack behalten. Und wenn man diese natürlichen Köstlichkeiten noch mit Gewürzen, Kräutern, Ölen, Nüssen oder Samen kombiniert, kann man Essen herstellen, dass nicht nur gesundheitlichen Wert sondern auch geschmacklich hohe Qualität besitzt und dazu noch wunderschön aussieht. Warum also sollte man das in eine Pizza verwandeln wollen?

Der „Red Salad“  - das ist ein genialer Mix aus Rotkohl, roten Rüben und aus in Curry und Olivenöl marinierten Cashews - ist für mich so ein Beispiel. Der Erfinder dieses Gerichtes, Raw Food Chefkoch Matthew Kenney (http://www.matthewkenneycuisine.com), beherrscht die Kunst,  geschmacklich ausbalancierte, pflanzliche Gerichte zu kreieren, bis zur Perfektion.  Die Aromen der roten Rübe und des Rotkohls werden dabei betont – und die Rübe darf dabei vor allem immer noch Rübe sein und muss nicht Hamburger oder Kartoffelpüree spielen ;-)

Red Salad

  • 1 rote Rübe (roh!) – in feine Streifen schneiden mit dem Julienne-Schneider
  • ½ Kopf Rotkohl, fein gehobelt
  • ¼ Becher frische Minze, gehackt
  • 2 Teelöffel Olivenöl
  • 1 Teelöffel Apfelessig
  • Eine großzügige Prise Salz
  • ¼ Becher Wakame-Algen (Superfood!)* oder andere Algen, in ½ Becher voll Wasser 30 Minuten einweichen, dann abgießen
  • Frische Kräuter zum Garnieren (optional)

*Superfood-Nachlese über Wakame-Algen: http://dailysuperfoodlove.com/194/wakame-green-superfood-infographic/

Mische die rote Rübe, den Rotkohl, Minze, Öl, Essig und Salz und lasse diese Mischung etwa 15 Minuten lang ziehen. Füge die eingeweichten Algen hinzu.

Curried Cashews

  • 1 Tasse Cashew-Nüsse
  • 1 Teelöffel Olivenöl
  • 1 ½ Teelöffel Curry-Pulver
  • Eine Prise Cayenne-Pfeffer
  • 1 Prise Salz

Vermische die Cashew-Nüsse mit Öl, Curry, Cayenne-Pfeffer und Salz. Danach kannst du die Nuss-Mischung unter den bereits angerichteten Salat mischen. Garniere mit ein paar Minze-Blättchen und ein paar extra Cashews obendrauf.

Tipp: Wenn ihr den Salat etwa 2 Stunden vor dem Essen anrichtet, kommen die Geschmäcker und Aromen dieses Gerichtes noch stärker zur Geltung!


Was ist eure Meinung zu Fake-Gerichten? Welche Erfahrungen habt ihr mit Lebensmitteln, die so tun als ob, gemacht? Was ist eure liebste Roh-Variante von traditionellen Gerichten? Schickt mir eure Rezepte und Erfahrungen an office@bestofrawandsuperfood.com oder schreibt mir eure Kommentare gleich hier unten.

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