Macht Superfood stark wie Popeye?

Petra Denk geschrieben von 

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Blueberrycheesecake Blueberrycheesecake Superfood

 Nö! Superfood ist „slow food“ und wirkt viel unspektakulärer – dafür aber umso nachhaltiger. Die Rohkost-Torte „Blueberry-Cheesecake“ mit dem Superfood Heidelbeeren schmeckt auf jeden Fall superlecker!

Ich weiß nicht, wer von euch sich noch an die Zeichentrickserie „Popeye“ erinnern kann. Falls ihr sie nicht gesehen habt, auch egal, denn der Inhalt ist rasch erklärt: Popeye, der Seemann, wurde immer dann zum superstarken Superhelden, wenn er eine Dose Spinat gegessen hatte. Die Zeichentrickfigur entstand in den 30-er Jahren. Damals dachte man noch, dass Spinat außergewöhnlich viel Eisen enthalte und dass dies für eisenharte Muskeln sorge, was sich später aber als ein Rechenfehler erweisen sollte.

Wie auch immer – wer glaubt, dass Superfood einen ähnlichen Superhelden-Effekt wie Spinat bei Popeye haben könnte, irrt sich ebenso wie die Macher der alten Serie. Denn auch wenn die Werbung uns mit knalligen Headlines auf diversen Müslipackungen suggerieren will, dass Superfood „schnell“ „mehr Power“ bringen soll – so ist die tatsächliche Wirkung solcher Lebensmittel das genaue Gegenteil davon. Superfood ist slow food – am besten beschreibt dies Julie Morris in ihrem Buch „Superfood Küche“. „Ich erwartete einen starken Energieschub, wie ich es vom Kaffee gewohnt war“, erzählt sie. Doch statt des erhofften Kicks passierte: „Gar nichts“ – was sie erst mal als enttäuschend empfand. Nach ein paar Tagen stellte sie jedoch fest, dass dieses „gar nichts“ ein paar sehr angenehme Nebenwirkungen hatte: „Ich fühlte mich nicht mehr ausgelaugt, hatte nicht mehr mit dieser bleiernen Schläfrigkeit zu kämpfen und fühlte mich so ausgeglichen, dass ich die Dinge tun konnte, die ich eigentlich tun wollte“, erinnert sich Julie, die sich in ihren ersten Superfood-Versuchen aus Gojibeeren, Macapulver und Nussbutter kleine Kügelchen formte und diese immer zwischendurch statt dem gewohnten Kaffee und den heiß geliebten Brownies verspeiste.

Ich will euch heute ein Rezept mit den beiden Superfood-Lebensmitteln Heidelbeeren und Cashew-Nüssen vorstellen. Eine Rohkost-Torte, die auch für festliche Anlässe oder als Mehlspeisenersatz super funktioniert. Ein Ministück davon macht allerdings bereits supersatt – ihr könnt aber den Rest im Gefrierschrank noch etwa 1-2 Wochen aufbewahren. Dass man von dieser Torte öfter als einmal essen kann relativiert auch die etwas höheren Herstellungskosten wegen der vielen Nüsse und Heidelbeeren.

 

 

Blueberry Cheesecake 

Gefunden auf: GoDairyFree

 

Tortenboden:

  •  1 ½ Tassen Mandeln (in Wasser über Nacht eingeweicht und abgeseiht)
  •  2 Tassen entkernte Datteln
  •  1 Prise Salz

 

Füllung: 

  •  3 Tassen Cashews (Superfood!)* (in Wasser 2-3 Stunden eingeweicht und abgeseiht) 
  •  ¼ Teelöffel Meersalz
  •  ½ Tasse Agavensirup (alternativ: Ahornsirup)
  •  Vanille-Extrakt oder Vanille-Pulver
  •  ¼ Tasse frisch gepresster Zitronensaft (alternativ: Limettensaft)
  •  2/3 Tassen Kokosöl (geschmolzen)

 *Superfood-Nachlese über Cashews 

 

 Sauce: 

  •  2 Tassen Heidelbeeren (Superfood!)* (frisch und/oder tiefgekühlt)
  •  2 Teelöffel frisch gepresster Zitronensaft
  •  2 Teelöffel Agaven- oder Ahornsirup

 *Superfood-Nachlese über Heidelbeeren

 

Mandeln, Salz und Datteln in der Küchenmaschine zu einem Teig verarbeiten. Ich verwende in diesem Fall immer den Fleischwolfteil der Küchenmaschine, was prima funktioniert – alternativ könnt ihr hierfür aber auch einen Mixer verwenden, mit dem man auch Nüsse (nicht zu fein!) verarbeiten kann. Den fertigen Teig dann mit der Hand in eine Springform auf Boden und ca. 1-2 cm Rand gleichmäßig rein drücken.

Für die Füllung alle Zutaten entweder mit einer Küchenmaschine oder in einem Hochleistungsmixer zu einer möglichst feinen, glatten Creme verarbeiten. Die Creme auf den vorbereiteten Tortenboden in die Springform füllen.

Die Cheesecake etwa eine Stunde in den Gefrierschrank geben, dann im Kühlschrank über Nacht lagern. Danach eine Tasse Blaubeeren mit der Zitrone und dem Agavensirup zu einer Sauce mixen, die restlichen, ganzen Heidelbeeren dazu geben, und die Mischung über jedes einzelne Kuchenstück gießen. Servieren und genießen. Die restliche Torte am besten vorher in Scheiben schneiden, bevor ihr sie im Gefrierschrank bis zu 1-2 Wochen aufbewahrt, da ihr dann nicht stundenlang sondern nur 10-15 Minuten vorher auftauen müsst, wenn ihr euch später noch mal ein Stück Torte genehmigen wollt.

Tipp: Ihr könnt die Heidelbeersauce auch ganz leicht erwärmen, dann kommt der Kontrast zur kühlen, frischen Torte noch stärker zur Geltung.

 

 

Letzte Änderung amDonnerstag, 26 Januar 2017 18:28
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Kommentare  
# Sebastian Weissenbacher 2015-05-22 20:14
Das Rezept ist ein Hammer! Es schmeckt himmlisch und das Besondere daran: Während man von einer herkömmlichen Torte meist noch ein Stück und noch ein Stück hineinpampft, ist man bei diesem "Cheesecake" schon nach einem restlos glücklich und bedürfnisfrei.
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# åsa Liljenroth 2015-06-09 00:16
Es klingt nach viel Arbeit und ich bin in der Küche eher faul. Wie lange Zeit braucht man?? Würde es doch gerne probieren.
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# åsa Liljenroth 2015-06-09 00:21
Es klingt nach viel Arbeit und ich bin in der Küche eher faul. Wie lange Zeit braucht man?? Würde es doch gerne probieren.
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# Petra Elisabeth Denk 2015-06-10 09:23
Freut mich, dass euch das Rezept gefällt!! @Asa Liljenroth: Klingt nach viel Arbeit, ist es aber nicht. Du brauchst aber eine gute Küchenmaschine, um die Datteln und Nüsse zu zerkleinern. Ansonsten geht die Herstellung eigentlich schneller als bei normalen Kuchen, weil man ja nicht backen muss. Du musst allerdings vorplanen, d.h. die Nüsse am Vorabend einweichen. Der Vorteil gegenüber "gebackenen" Kuchen ist auch, dass du den Rest einfrieren und bei Bedarf auftauen kannst. Also: Viel Spaß beim "Nachbacken"! :-)
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