Vata, Pitta, Kapha – und ein bisschen Rohkost!

Petra Denk geschrieben von 

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Kokos chutney Kokos chutney Superfood

Wir kochen ayurvedisches Essen im Kochstudio von ichkoche.at. Ein rohköstliches Kokos Chutney (zu 90 %), das alle drei „Doshas“ ausgleicht, hat es mir natürlich besonders angetan.

Eigentlich kam der Termin ganz und gar ungelegen. Ich hatte meinem Mann diesen Ayurveda-Kochkurs von ichkoche.at zum Geburtstag geschenkt, und wir hatten uns beide darauf gefreut, waren aber gerade an diesem Tag überhaupt nicht in Stimmung – mein Mann hatte viele Überstunden wegen eines dringenden Abgabetermins machen müssen, ich hatte unsere kranken (nichts schlimmes – aber arg verkühlten) Kinder versorgt und „nebenbei“ versucht, zu arbeiten, was höchst anstrengend war. Umso angenehmer überrascht waren wir beide, dass schon wenige Minuten nach Betreten des Kochstudios jeglicher Alltagsstress von uns abfiel. Ein großer, schön gedeckter Tisch, leise Musik im Hintergrund, ein paar kühle Cocktails als Begrüßungsgetränk und lauter entspannte, lächelnde Gesichter, sowohl bei den Teilnehmern als auch bei den Mitarbeitern des Kochstudios. Wir entspannten uns, schlürften Cocktails aus schönen Gläsern, waren plötzlich überhaupt nicht mehr müde und gespannt darauf, was die Kursleiterin, Frau Hirsa Navid  uns über Ayurveda erzählen würde. Sie erzählte uns alles über die drei Doshas „Vata“, „Pitta“ und „Kapha“, nach denen man – die vier Elemente, Menschen und überhaupt alles in der Welt zuordnen kann. Sie erzählte uns, dass jeder Mensch prinzipiell alle drei Doshas in sich hat – jedoch in unterschiedlich starker Gewichtung und dass es darum geht, ins Gleichgewicht zu kommen, was man durch Zufuhr von ausgleichenden Nahrungsmitteln erreichen könne. Leider ist ein Kursvormittag viel zu kurz, um dieses Thema in der Tiefe zu behandeln oder um zu erfahren, welcher Typ man ist oder wo die persönlichen Inbalancen liegen. Eine ausführliche Typberatung macht Frau Navid nur nach persönlicher Vereinbarung, was angesichts der Vielschichtigkeit der Ayurveda-Lehre einleuchtet.

gruppenbildAyurveda-Kochkurs von ichkoche.at: Sieben köstliche Ayurveda-Gerichte, kühle Cocktails, super-nette Atmosphäre!Wir schreiten daher schon bald zum praktischen Teil – der Zubereitung von sieben Ayurveda-Gerichten, deren Zutaten schon appetitlich in kleinen Schüsseln wie beim Fernsehkoch bei den jeweiligen Arbeitsplätzen vorbereitet da liegen. Und ob ihr’s glaubt oder nicht – wir wurden los geschickt, irgendeinen Koch-Arbeitsplatz zu beziehen und ich habe ausgerechnet das einzige Rohkost-Gericht dieses Kurstages erwischt (!). Ein himmlisch schmeckendes, raffiniert gewürztes Kokos Chutney, das wie die Essenz Indiens schmeckt (obwohl ich noch nie dort gewesen bin, stelle ich es mir genauso vor..!) Es ist nur zu 90 Prozent rohköstlich, weil die Gewürze und ein Esslöffel Linsen ganz kurz in heißem Kokosöl angeröstet wurden – doch die Aromen entfalten sich möglicherweise gerade dadurch besonders stark. Und weil es hauptsächlich aus rohem Kokosfleisch mit Kokosmilch, frischem Ingwer und Koriander besteht, finde ich, dass es hervorragend in meinen Blog passt, der meiner Meinung nach, so wie die Rohkostbewegung insgesamt auch, ruhig ein bisserl internationalen Flair vertragen kann. Wir stellen beim Essen (es hat alles fantastisch geschmeckt…!) und Plaudern jedenfalls fest, dass es ein super veganer Frischkäseersatz ist, den man zu fast allen Gerichten, wie etwa Fladenbroten, Gemüse oder Reis dazu essen kann. Nur im Gegensatz zum Frischkäse ist das Kokos-Chutney wesentlich raffinierter gewürzt. Und wie ich hinterher bei meiner Familie feststellen konnte – ein Fall für Jedermann und Frau, weil mein nachgekochtes Chutney sehr rasch und mit Begeisterung aufgegessen wurde.

 

Kokos Chutney 

  • 1 Esslöffel Urad Dal (gelbe Linsen)
  • 250 Gramm *Kokosfleisch (gibt es in Asia-Supermärkten tiefgekühlt - oder Kokosnüsse selber grob reiben)**
  • 125 ml Kokosmilch
  • 1 Stück Ingwer ca. 4 cm (schälen und fein reiben)
  • 2 grüne Chilis (fein gehackt)
  • 2 EL Kokosöl oder Erdnussöl
  • 1 Teelöffel schwarze Senfsamen
  • 5 Curryblätter
  • Salz
  • Optional: Frischer Koriander, getrocknete Chilis

*Superfood-Nachlese über Kokos: superfood-gesund.de

**Falls ihr kein frisches Kokosfleisch auftreiben könnt, nehmt getrocknete Kokosraspel und weicht sie eine Stunde in Wasser oder direkt in der Kokosmilch ein (ruhig etwas mehr Kokosmilch verwenden als angegeben)

Kokosfleisch mit Kokosmilch, Ingwer und Chili vermischen. 1 EL Kokosöl erhitzen, Linsen darin kurz anrösten und unter die Kokosmischung mengen, im Mixer fein pürieren und salzen. Im übrigen Öl die Senfkörner und die Curryblätter kurz zischen lassen und unter die Masse rühren. Kalt stellen und mit getrockneten Chilis und frischem Koriander (optional) vermischen und dekorieren.

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Letzte Änderung amDonnerstag, 26 Januar 2017 18:39
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