Winter-Bowl mit Kürbiskern-Falafel, mariniertem Dörrgemüse und Sesamdressing

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Die Bowl: Eine prall gefüllte, bunte Schüssel Gemüse - der Vitamin-Kick für kalte Tage!

Das Essen aus der Bowl (zu deutsch: Schüssel) ist ja bekanntlich ein Supertrend. Doch was ist eigentlich eine "Bowl"?? Ich hab' das gegoogelt und heraus gefunden: Die Schüssel oder Bowl funktioniert wie ein Baukasten - alle Komponenten werden in kleinen Bereichen arrangiert und wie in einer japanischen Lunchbox apetitlich zusammengesetzt. Quasi eine Mini-Salatbar mit allem, was das Herz begehrt. Da ich mich immer schon für Buffets mit reichhaltiger Auswahl begeistern konnte und immer von allem probieren wollte - ist dieses Konzept der "Bowl" perfekt für mich. Dieses "von-allem-viel-auf-den-teller-laden"-Verhalten kennt man bei uns übrigens auch unter dem Begriff "Buffet-Prolet" ;-)... Wie auch immer - ich habe in diese Bowl eine Auswahl an in Österreich derzeit erhältlichem Wintergemüse rein gepackt, und sie im Dörrgerät nochmal richtig durchmarinieren lassen.  Dazu etwas Frischgemüse, ein paar Falafels (diesmal mit Kürbiskernen "frisch, saftig, steirisch!") und einer cremigen Kernöl-Sesamsauce.

Als bekennende "Buffet-Proletin" bin ich bei dieser Bowl voll auf meine Kosten gekommen - hoffe, euch schmeckt sie ebenso. Die Zubereitung ist abgesehen von der Dörrzeit für Falafels und Dörrgemüse wirklich superschnell und einfach!

 

Winter-Bowl mit Kürbiskern-Falafel, mariniertem Dörrgemüse und Kernöl-Sesamdressing

Für 2-3 Personen

Winterbowl
10 Falafel
125 g frischen Vogerlsalat
2 Handvoll fein gehobelten Rotkohl
1 Handvoll Sprossen
2 EL Kürbiskerne

Dörrgemüse
4 Karotten, grob geraspelt
1/4 Blumenkohl, fein gehobelt
2 EL Olivenöl
2 TL Kreuzkümmel
Salz und Pfeffer

Kernöl-Sesamsauce
60 g Tahini Sesampaste
4 Zweige Petersilie
2 EL Zitronensaft
70 ml Orangensaft
2 EL Kernöl
1 EL Agavensirup (alternativ Honig)
1/2 Zehe Knoblauch
1 Prise Zimt
1 Prise Chiliflocken
1/2 TL Salz

Kürbiskern Falafel
ergibt 25 Stück (Rest einfrieren!)
150 g Kürbiskerne, gemahlen
150 g Walnüsse, gemahlen
15 g frische Petersilie
40 g Rosinen
2 EL Kürbiskernöl
2 EL Zitronensaft
1 EL Kreuzkümmel, gemahlen
1 EL Koriander, gemahlen
1/2 TL Chiliflocken
1/2 Knoblauchzehe, zerdrückt
1 TL Salz

 

Für die Falafel Rosinen, Öl, Zitronensaft und Petersilie in der Küchenmaschine zerkleinern - bei Bedarf 2-3 EL Wasser hinzufügen. Unter diesen Brei die gemahlenen Kürbiskerne, Walnüsse und restlichen Zutaten mischen und kleine Bällchen aus der Masse formen. Etwa 5-6 Stunden im Dörrgerät oder im Backofen bei 45-50 °C trocknen lassen.

Für das Dörrgemüse Karotten grob reiben, Karfiol (Blumenkohl) fein hobeln und beides seperat mit Olivenöl, Kreuzkümmel, Salz und Pfeffer marinieren. Im Dörrofen oder im Backrohr bei knapp 50 °C etwa eine Stunde trocknen lassen, wodurch das Gemüse erwärmt und etwas weicher wird.

Für die Sesamsauce alle Zutaten im Mixer zu einer cremigen Sauce mixen.

Das Gemüse für die Winter-Bowl in einer Schüssel in kleinen Grüppchen anrichten, die Falafel und das Dörrgemüse hinzufügen und zum Abschluss mit dem Sesamdressing und ein paar Kürbiskernen anrichten. Gutes Gelingen!

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Falafel mit Sesamsauce an isländischem Kimchi

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Rohkost-Reise um die Welt: 1. Station - Island! Falafel, Sesamsauce und Kimchi sind nur einige der raffinierten Rohkost-Gerichte im Kochbuch "PUR" der Isländerin und Chefköchin Solla Eriksdóttir

Das Koch-Buch "PUR" der Isländerin Solla Eriksdóttir hat mich sofort angesprochen - einerseits aufgrund der Schlichtheit und gleichzeitig bestechenden Schönheit der Fotos und des Layouts. Zudem wird auch die Lebensgeschichte von Solla erzählt - wie sie und ihre Familie dazu kamen, sich hauptsächlich von frischem und eingelegtem Gemüse zu ernähren. Und das in einer Nation, die kulinarisch hautptsächlich Fisch und Kartoffeln zu bieten hat. "Mir wurde mehr und mehr bewusst, dass das Essem im Zuhause meiner Freunde sich von dem unterschied, was ich gewohnt war," erzählt Solla. Schon ihre Großeltern bauten ihr eigenes Gemüse an und fermentierten es für den Winter. Die studierte Ernährungswissenschafterin und Musikerin betreibt in Reykjavik mittlerweile das populäre Restaurant Gló. In Ihrem Kochbuch präsentiert sie einen gelungenen Mix aus köstlichen Rezepten für die vegetarische Küche, die auch für Rohköstler einiges zu bieten hat - mit einem Fokus auf möglichst saisonale und naturbelassene Lebensmittel.

Ich habe die Falafel mit Sesamsauce "nachgekocht" und war schlichtweg begeistert! Die Falafels schmecken herrlich frisch und saftig und sind schnell zubereitet. Ich habe dazu  vorgemahlene Walnusskerne verwendet und habe statt Koriander frische Petersilie beigemengt. Die Sesamsauce mit Orange, Curry und Kreuzkümmel passt perfekt dazu. Leider hatte der Phaidon-Verlag keine Fotos von diesem Gericht, das man mir für die Rezension hätte zur Verfügung stellen können. Daher ist hier nur das Kimchi abgebildet, das meiner Meinung nach super zu den Falafels passt - als scharf-säuerlicher Kontrast. Ich selbst habe für die Kimchi statt des Rettichs Topinambur verwendet, den ich gerade vorrätig hatte. Statt Kokospalmzucker habe ich Agavensirup verwendet und geriebenen Ingwer statt des Ingwer-Shots hinzugefügt. Diesen eingelegten Salat haben wir innerhalb von zwei Wochen verspeist, da er lange haltbar ist - und er war einfach nur köstlich, eine Geschmacksexplosion! Aufgrund der beiden Gerichte, die ich aus dem Kochbuch zubereitet habe, kann ich verstehen, warum Sollas Restaurant in Island so beliebt ist. Das Kochbuch würde ich als genial, schlicht und unaufgeregt bezeichnen. Es informiert mit wunderschönen Bildern und nicht zu langen Beschreibungen über alles, was die Autorin gerne vermitteln möchte, ohne dabei belehrend zu sein. Ich kann daher nur sagen, dass mich dieses Buch sicher noch lange Zeit begleiten und meine Küche bereichern wird! :-)

 

 

Falafel mit Sesamsauce

Für 4 Personen

Falafel:

225 g Mandeln
150 g Walnusskerne
70 g Sesampaste (Tahini)
40 g Rosinen
15 g Petersilie
15 g Korianderkraut und ein paar Blättchen zum Dekorieren
1 EL gemahlener Kreuzkümmel
2 EL Kokosöl
2 EL Zitronensaft
2 TL Salz
1/2 TL frisch gemahlener schwarzer Pfeffer

Sesamsauce:

3 EL Zitronensaft
75 ml Orangensaft
90 g Sesampaste (Tahini)
3 Knoblauchzehen, zerdrückt
1/2 TL Himalajasalz oder Meersalz
2 EL Korianderkraut
1 EL Petersilie
1 TL Currypulver
1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel
2 Datteln, entsteint

Deko:
Petersilienblätter

Alle Zutaten für die Falafel im Standmixer mixen und zu einem Teig verarbeiten (Tipp: ihr könnt auch schon vorgemahlene Nüsse dafür verwenden, falls ihr keinen Profimixer habt. Am besten zuerst die Kräuter und Rosinen mit den flüssigen Zutaten und der Sesampaste mixen, danach erst die geriebenen Walnüsse und Mandeln darunter mischen) . Etwa 20 Kugeln aus dem Teig formen und für etwa 4-6 Stunden bei 47 Grad trocknen lassen.  Für die Sauce ebenfalls alle Zutaten im Stand-Mixer zu einer Sauce verarbeiten.

 

Isländisches Kimchi

Ergibt etwa 1 kg Kimchi

Falafel:

1/2 kleiner Kopf Rotkohl, in sehr feine Streifen geschnitten
1 rote Paprika, in feine Streifen geschnitten
4 Rettiche, in feine Streifen geschnitten
2 Karotten in feine Streifen geschnitten
1/2 Kopf Blumenkohl, in mundgerechte Stücke geschnitten
3 EL Meersalzflocken

Vinaigrette:

250 ml Apfelweinessig
1 EL Tamari (Sojasauce)
1 EL Kokospalmzucker (alternativ Agavensirup)
2 EL geriebener Ingwer
6 Knoblauchzehen
3 EL Chilipaste

 

Das vorgeschnittene Gemüse mit den Salzflocken (TIPP: ich habe normales Salz dafür verwendet) bestreuen und vermengen und bei Raumtemperatur 4-6 Stunden ziehen lassen. Dabei öfter umrühren. Das Salz anschließend abspülen und das Gemüse mit einem Küchentuch trocken tupfen. Die Zutaten für die Vinaigrette in ein Schraubglas füllen, gut schütteln, bis alles vermischt ist. Die Vinaigrette über das Gemüse gießen, gut vermischen und 2-4 Stunden ziehen lassen. Ihr könnt das Ganze auch länger marinieren lassen - der Geschmack wird dann kräftiger. In einem sterilisierten Schraubglas im Kühlschrank hält sich das Kimchi bis zu zwei Wochen.

Meiner Meinung nach harmonieren die Falafels mit der Sauce und das Kimchi als Beilagensalat wunderbar miteinander, ihr könnt aber natürlich auch beides hintereinander als seperate Gänge servieren. Wünsche euch gutes Gelingen - für alle, die Sollas wunderbare Rezepte auch "nachkochen" wollen. :-)

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